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In der “Sächsischen Zeitung vom 24.02.06 wurde folgender Artikel veröffentlicht:
Nitzsche kämpft weiter für die „Dorfschule“
Panschwitz-Kuckau
Schulnetzplan. Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Ossling hat sich jetzt an die Landrätin gewandt.
Meine Grundhaltung ist bekannt“, sagte Bundestagsabgeordneter Henry Nitzsche jetzt vor der Presse. „Ich möchte nicht, das der Begriff Dorfschule aus der sächsischen Bildungslandschaft ganz verschwindet.“ Vor allem im ländlichen Bereich sei die Schule mehr als ein Schulstandort, sondern vor allem auch Dorfmittelpunkt, der weitere Aufgaben des Gemeinwesens wahrnehme. Nitzsche hat diese Position auch mit Blick auf die aktuelle Debatte zur Mittelschulnetzplanung im Landkreis Kamenz jetzt auch in einem offenen Schreiben an Landrätin Petra Kockert bekräftigt. Damit setzt sich die CDU-Kreisvorsitzende in wesentlichen Punkten auch in Opposition zur offiziellen Schulpolitik im Landkreis.
Panschwitz wird unterstützt
Ausdrücklich unterstützt er die Auffassung der Bürgermeister von Bernsdorf und Panschwitz-Kuckau, die um den Erhalt ihrer Mittelschulstandorte kämpfen. Zur Bewahrung der sorbischen Identität sowie zur Pflege und zur Entwicklung der abgestammten Sprache, Kultur und Überlieferung mache die sächsische Verfassung deutlich, dass ein leistungsfähiges sorbisches Schulnetz im Sorbischen Siedlungsgebiet vorzuhalten ist. Mit dem Übergang der Mittelschule Panschwitz-Kuckau auf den Landkreis Kamenz sei vertraglich die Verpflichtung zur dauerhaften Aufrechterhaltung des Mittelschulstandortes geregelt worden. „Diese Verpflichtung ist ausdrücklich im Vertrag niedergeschrieben.“ des weiteren seien bei der Zählung der Grundschüler die Kinder von Dürrwicknitz und Miltitz nicht berücksichtigt worden. „Die Einzügigkeit als sorbische Mittelschule wäre somit gegeben“, schreibt Nitzsche, der sich an anderer Stelle gleichermaßen für den Erhalt der Mittelschule Bernsdorf ausspricht. Im Gegensatz zu den beiden Schulinitiativen vermeidet er allerdings den Vorschlag von Alternativen (zum Beispiel Wittichenau oder Räckelwitz). Gegenüber der Presse betonte er auch die Verantwortung des Landkreises für die Sicherung des modernen Mittelschulstandortes Lauta: Dennoch müssten Abwägungen sorgsam erfolgen.
Freizeitaktivitäten unmöglich
„Die Qualität der schulischen Bildung und Erziehung hängt nicht nur vom Umfang der schulischen Angebote ab, sondern auch von den Bedingungen, unter denen der Unterricht und die außerschulische Arbeit organisiert sind und die realen Möglichkeiten der Schüler, diese Angebote auch nutzen zu können.“ Durch umständliche Schulwege sei es für Schüler aus dem Rand der Einzugsgemeinden oft unmöglich, zusätzliche Angebote der Schule auch außerhalb des Kernunterrichtes zu nutzen. „Im Gegenteil, diese Schüler haben auf Grund der langen Wege nichtmals die Möglichkeit der Freizeitgestaltung in ihren eigenen Wohnorten.“
Die Entscheidung des Landkreises, das neue Schulnetz ein Jahr früher als gefordert zu beschließen, stößt auf sein Unverständnis. Er vermisse eine gemeinsame Ideenfindung zwischen den Ämtern, den Kreisräten und den Bürgermeistern, wie die Mittelschulsturktur auf dem Lande im Wesentlichen erhalten werden könne. Und damit auch der Begriff 2Dorfschule“. Nitzsches Vorstoß ist auch in den eigenen Reihen nicht unumstritten. „Es ist illusorisch, drei Mittelschulstandorte im sorbischen Siedlungsgebiet erhalten zu wollen“, sagte zum Beispiel CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Matthias Grahl.
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