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Die „Sächsische Zeitung“ vom 04.03.2006 schreibt:
Bernsdorfer Schule erst mal gerettet
Tagesgespräch mit Petra Kockert
Kreisverwaltung korrigiert den Netzplanentwurf.
Auch Panschwitz-Kuckau erhält eine Minichance.
In den letzten Tagen spitzte sich die Debatte um die Schulnetzplanung zu. Wie ist der aktuelle Stand in Ihrem Haus?
Auch nach der Diskussion in der CDU-Kreistagsfraktion gehen wir jetzt mit einem veränderten Vorschlag in den Kreistag am 8. März. Er betrifft die Mittelschulen Bernsdorf und Panschwitz-Kuckau.
Halten sie aufgrund der angekündigten Proteste jetzt doch an Bernsdorf fest?
Die Schülerzahlen um Bernsdorf bleiben dramatisch. Ob man protestiert oder nicht. Allerdings wollen wir die kleine Chance, die der Standort hat, doch noch ausschöpfen.Es ist auch nin diesem Jahr nach den Vorgaben des Schulgesetzes keine 5. Klasse möglich, so viel steht fest.Der Standort soll aber zunächst fortgeführt werden, über die Zukunft der Schule soll später noch mal befunden werden. Damit würdigen wir zunächst auch die Grösse der Stadt als Unterzentrum und die bisherigen Erfolge bei der Aufnahme von Spätaussiedlern.
Und Panschwitz-Kuckau?
Hier ist die Lage noch schwieriger. Die Entscheidung des Kultusministeriums, die beiden Standorte Crostwitz und Panschwitz-Kuckau zu schließen, steht. Der Landkreis würde sich aber neuen Bestrebungen im Sorbenland nicht verschließen, wenn sie Dresden akzeptiert.
Welche sind das?
Der Sorbische Schulverein und die Domowina suchen gemeinsam nach alternativen Schulformen. Man strebt an, sorbische Kinder bis zur 8. Klasse zu beschulen und dies sogar schuljahresübergreifend, um der besonderen Verantwortung für den Erhalt der Sprache zu entsprechen. Dies würde die Schranken des Schulgesetzes überschreiten, wobei wir dem in diesem Fall offen gegenüber stehen würden. Die Aktivitäten möglivher freier Träger wollen wir nicht behindern.
Gespräch Frank Oehl |